
Lernräume
Von festen Plätzen zu lebendigen Lernreisen: Selbstständigkeit trifft Zusammenarbeit
Lernen findet nicht nur im Kopf statt – es geschieht mit dem ganzen Körper. Unsere Haltung, Bewegung und der Ort, an dem wir lernen, beeinflussen, wie aufmerksam, kreativ und engagiert wir sind.
Traditionell wird Lernen oft mit Sitzen am Tisch verbunden. Doch zeitgemäße Lernräume öffnen sich für vielfältige Formen des Lernens: auf dem Boden liegend, in einer Lernnische eingekuschelt, auf der Treppe im Gespräch oder stehend an einer Pinnwand. Diese Vielfalt ermöglicht, dass jede und jeder Lernende herausfindet, wo und wie Lernen am besten gelingt.


Lernen über die Sinne und den Körper
Körperhaltungen senden ständig Informationen an das Gehirn. Sie beeinflussen unsere Konzentration, Motivation und Gefühlslage.
- Im Liegen gelingt häufig entspanntes Lesen oder Nachdenken, weil der Körper zur Ruhe kommt.
- In einer Nische entsteht Geborgenheit, die einen klaren Fokus ermöglicht.
- Beim Stehen oder Gehen wird das Denken angeregt – Diskussionen und Ideen entstehen lebendiger und spontaner.
So wird der Körper zu einem aktiven Lernpartner. Durch Bewegung und Variation kann Lernen ganzheitlicher und nachhaltiger werden.




Räume, die Selbstständigkeit und Gemeinschaft fördern
Wenn Lernräume unterschiedliche Haltungen und Orte zulassen, fördern sie Selbstständigkeit ebenso wie Kooperation. Lernende übernehmen Verantwortung für ihre Lernprozesse, indem sie selbst entscheiden, wo sie arbeiten möchten – und mit wem. Gleichzeitig entstehen durch flexible Lernorte neue Begegnungsräume, in denen gemeinsames Lernen selbstverständlich wird.
Das Lernen löst sich damit von festen Plätzen und starren Strukturen. Es wird zu einer lebendigen Lernreise, auf der jede und jeder eigene Wege finden und gleichzeitig Teil einer Gemeinschaft bleiben darf.




